Stimmen zum Telemedizinführer Deutschland

..."Dieses Sammelwerk beschreibt seit Jahren die Entwicklungen der Gesundheitstelematik mit den maßgeblichen Stimmen von Systementwicklern und Meinungsführern in Deutschland. Ein informatorischer Referenzstandard!"...
 

Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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Innovative Telemedizinlösungen für Asthmatiker PDF E-Mail


Manuel Friedenberger, Thomas Brettreich, Marcus Hohloechter, Pawel Brocki, Martin Kühn, Ruth Philipp,
Stefan Kottmair; ArztPartner almeda AG, München
Brendan Murray, Janine Stevens; Avalis AG, Zürich


Einführung: Prävalenz, Versorgungssituation und Handlungsbedarf

Asthma bronchiale gehört zu den meist verbreiteten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Ca. 10% der kindlichen und 5% der erwachsenen Bevölkerung der Bundesrepublik leiden darunter. Die nationale Versorgungsleitlinie Asthma gibt die Prävalenz nach repräsentativen Untersuchungen mit 9–14% im Kindes- und 4–5 % im Erwachsenenalter an [1, 2]. Angesichts dieser Zahlen ist es kaum verwunderlich, dass dieser Erkrankung eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung zukommt. Selbst eine konservative, gesamtwirtschaftlich ausgerichtete Krankheitskostenanalyse kommt auf einen Gesamtbetrag von rund 2,6 Mrd. Euro pro Jahr. Bei leichtem allergischem Asthma können die Krankheitskosten für Kinder und Erwachsene zwischen 2.200 und 2.700 Euro im Jahr liegen, in der mittelschweren Form sogar zwischen 7.900 und 9.300 Euro pro Jahr. Für die oftmals schwereren, nicht allergischen Krankheitsverläufe dürften diese Zahlen noch höher anzusetzen sein [1]. Die Versorgung der Asthmatiker weist auch in Deutschland nach wie vor Verbesserungspotentiale auf. So wurde laut der auf Europa Ebene durchgeführten AIRE Studie bei 45% der Asthmakranken noch nie ein Lungenfunktionstest durchgeführt und nur 29% der Betroffenen maßen ihren Peak-Flow-Wert (PEF) wenigstens einmal in der Woche. Auch bei der Medikation waren erhebliche Fehlnutzungen festzustellen, vor allem ein unsachgemäßer Gebrauch von Notfallmedikamenten. Als Folge daraus ergaben sich vermeidbare Symptombelastungen bei den Erkrankten, sowie eine überhöhte Anzahl an Exazerbationen, bis hin zu Krankenhauseinweisungen [8]. Genau an diesen Aspekten sollte ein innovatives Asthmamanagement ansetzen. In diesem Zusammenhang gewinnen auch telemedizinische Methoden mehr und mehr an Bedeutung [9, 10].

Telemedizin kann nach Häcker et al. [10] im weiteren Sinn definiert werden als alle medizinischen Behandlungen, bei denen sich die Akteure nicht in unmittelbarem Kontakt miteinander befinden. Zur Überwindung der räumlichen Distanz werden technische Hilfsmittel eingesetzt. Zwei wichtige Anwendungsfelder im Rahmen der Versorgung von Chronikern sind die strukturierte telefonische Betreuung (Telecoaching) sowie die kontinuierliche Überwachung von Vitalparametern (Telemonitoring). Für einige chronische Erkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz) ist die medizinische und die gesundheitsökonomische Wirksamkeit solcher Methoden mittlerweile sehr gut belegt [6, 11].

Im Folgenden wird nun eine Telemetrielösung vorgestellt, die speziell für Asthmatiker innerhalb eines telemedizinischen Betreuungsprogramms (TBP) entwickelt wurde und innovative Techniken des Telemonitorings zum Einsatz bringt. Zielgruppe des TBP waren Patienten Privater Krankenversicherungen mit Asthma bronchiale im Alter von 18 bis 85 Jahren. Die Patienten wurden anhand von Versicherungsdaten identifiziert und zur Programmteilnahme eingeladen.

Telecoaching von Asthmatikern im Betreuungsprogramm

Die Programmteilnehmer wurden zunächst einer Risikostratifizierung unterzogen, d. h. sie wurden in Abhängigkeit vom Schweregrad in unterschiedlich intensive Betreuungsprofile eingeteilt, die sich primär durch die Kontakthäufigkeit unterscheiden. Im Rahmen der Betreuung wurden die Teilnehmer in regelmäßigen Abständen von fachlich geschulten Coaches angerufen. In den Gesprächen wurden Wissenslücken strukturiert aufgearbeitet und die Teilnehmer für den selbstverantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung sensibilisiert. Relevante Lebensstiländerungen wurden durch individuelle Zielvereinbarungen unterstützt. Die Teilnehmer erhielten schriftliche Schulungsunterlagen und Feedbackberichte, die den behandelnden Ärzten in Kopie zugesandt wurden. Hochrisikopatienten wurde zudem das innovative Telemonitoring angeboten...

 

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Titel:
Innovative Telemedizinlösungen für Asthmatiker
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2009
Kontakt/Autor(en):Kontakt
Dr. med. Stefan Kottmair
ArztPartner almeda AG
Balanstr. 49
D-81669 München
Tel.: +49 (0) 89 / 4 80 59 - 1 00
Fax: +49 (0) 89 / 4 80 59 - 4 99
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