Stimmen zum Telemedizinführer Deutschland

...“Telemedizin und e-Health und die damit verbundenen Möglichkeiten telemedizinischer Dienstleistungen sind nicht nur große Chancen für die deutsche Gesundheitsbranche, sondern sollten auch für eine stärkere Positionierung im internationalen Wettbewerb genutzt werden.
 

Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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CTG@home PDF E-Mail


Horst Ostertag, Roland Trill, Sönke Arendt


Die Untersuchungsmethode

Das CTG (CardioTokoGraphie) ist neben dem Ultraschall und dem Doppler- Ultraschall eine der wenigen, nicht invasiven Möglichkeiten, auf den aktuellen Versorgungszustand eines ungeborenen Kindes zu schließen. Mithilfe eines Pulsed-wave Doppler-Ultraschall wird die Herzfrequenz des ungeborenen Kindes über die Zeitachse parallel zur Wehentätigkeit aufgezeichnet. Der Geburtshelfer kann durch das CTG abschätzen, ob z. B. eine ausreichende Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des ungeborenen Kindes vorliegt. Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge werden normalerweise ab der 28. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt etwa acht CTG geschrieben. Bei Risikoschwangerschaften wie auch bei einer Überschreitung des errechneten Geburtstermins (SSW > 40 + 0) oder insbesondere auch bei schon auffälligen Herzfrequenzmustern kann es erforderlich werden, bis zu mehrmals täglich CTGMessungen durchzuführen. Dies bedeutet für die Schwangere u. U. eine enorme körperliche und zeitliche Belastung durch häufige Untersuchungstermine in der Praxis oder Klinik, bis hin zur stationären Überwachung. Glücklicherweise bleibt der Großteil der Untersuchungen ohne auffällige Befunde.

Technologie@Home

Durch die heute verfügbare Datenfernübertragung mittels Telefonfest- oder Funknetz sind Lösungen möglich geworden, bei denen eine Schwangere das CTG zu Hause schreiben kann. Ein CTG gibt aber immer nur einen aktuellen Zustandsbericht. Daher ist eine zeitnahe Analyse der ermittelten Daten unbedingt zu gewährleisten. Bei Auffälligkeiten muss ggf. kurzfristig reagiert werden, z. B. mit einer Wehenhemmung oder einer Geburtseinleitung bzw. Kaiserschnitt.

Seit 2005 ist eine geeignete Software für diese Anwendung auf dem Markt. Sie ermöglicht ein CTG Home Monitoring in Verbindung mit mobilen CTG-Geräten von (Risiko-) Schwangeren. Es können die CTG-Geräte aller führenden Hersteller über eine digitale Schnittstelle an das Monitoring-System angebunden werden.

Für die Schwangeren besteht die Möglichkeit, das CTG zu Hause aufzuzeichnen, mit Hilfe eines PDA-Funktelefons an das Krankenhaus/den Facharzt zu übermitteln und in Echtzeit von diesem beziehungsweise von eine Hebamme/Geburtshelfer befunden zu lassen.

In einem Koffer, den die Patientin mit nach Hause nimmt, sind ein CTG-Gerät mit allem erforderlichen Zubehör sowie ein PDA-Funktelefon und eine Blue- Tooth-Schnittstelle untergebracht.

Eine Beispiellösung

In der Frauenklinik der Diakonissenanstalt zu Flensburg wurde bereits vor einigen Jahren eine zentrale Kreissaalüberwachung installiert. Das Monitoring-System verfügt über ein breites Leistungsspektrum, das die Überwachung im Kreißsaal und auf der Station erheblich vereinfacht. In Echtzeit kann von jedem Arbeitsplatz im Kreißsaal, jedem PC im Intranet (alle Stationen oder Arztzimmer) sowie über spezielle Kanäle auch von extern (PDA oder Notebook) auf alle CTG online zugegriffen werden. Weiterhin ist es möglich, mehrere parallele CTG Aufzeichnungen bzw. verschiedene Aufzeichnungsplätze flexibel zu Gruppendarstellungen und Übersichtsanzeigen zu kombinieren (z. B. Kreißsaal- und Stationsdarstellung)...

 

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Titel:
CTG@home
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2009
Kontakt/Autor(en):Dr. Horst Ostertag
Diakonissenanstalt Flensburg
Chefarzt der Klinik Gynäkologie und Geburtshilfe
Knuthstraße 1
D 24939 Flensburg

Prof. Dr. Roland Trill
Fachhochschule Flensburg
University of Applied Sciences
Fachgebiet Krankenhausmanagement & eHealth
Kanzleistraße 91-93
D 24943 Flensburg
Tel.: +49 (0) 4 61 / 8 05 14 73
Fax: +49 (0) 4 61 / 8 05 14 96
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www.wi.fh-flensburg.de/roland_trill.html
www.fh-flensburg.de/eHealth

Sönke Arendt
Management Sekretariat eHealth for Regions
c/o Fachhochschule Flensburg
University of Applied Sciences
Kanzleistraße 91-93
D 24943 Flensburg
Tel.: +49 (0) 4 61 / 8 05 17 31
Fax: +49 (0) 4 61 / 8 05 14 96
Seitenzahl:
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