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Therapieoptimierung durch telemedizinische Epilepsiedokumentation PDF E-Mail


Frank Heydenreich, Jonathan Aaron Baudhuin, Thomas Peckmann


Die Epilepsien gehören zu den häufigen chronischen Krankheiten des Nervensystems mit oft langen medikamentösen Behandlungen über viele Jahre. Ein Epilepsieverlauf wird schnell unübersichtlich, für eine optimale Therapieführung müssen jedoch alle Verlaufsinformationen berücksichtigt werden. Dazu dienen Anfallskalender, die primär durch die Patienten selbst geführt werden.

Allgemeines zur Epilepsie

Die Definition einer Epilepsie durch die Internationale Liga gegen Epilepsie lautet:

„Epilepsie ist eine Störung des Gehirns, die durch eine dauerhafte Neigung zur Entwicklung epileptischer Anfälle sowie durch die neurobiologischen, kognitiven, psychologischen und sozialen Konsequenzen dieses Zustands gekennzeichnet ist. Die Definition einer Epilepsie setzt das Auftreten mindestens eines epileptischen Anfalls voraus.“ „Ein epileptischer Anfall ist das vorübergehende Auftreten von krankhaften Befunden und/oder Symptomen aufgrund einer pathologisch exzessiven oder synchronen neuronalen Aktivität im Gehirn.“ (vgl. ILAE 2005, Zeitschrift für Epilepsie, Bd.18, Heft 4)

Die Prävalenz für eine Epilepsie nach dieser Definition liegt bei etwa 0,5–1 %, d. h. in Deutschland sind 500.000– 800.000 Menschen betroffen. Die Rate der Neuerkrankungen ist bei Kindern deutlich höher als beim Rest der Bevölkerung. Dies hat mit der Umbildung des Gehirns in der Wachstumsphase bzw. symptomatischen Epilepsieformen zu tun. Epilepsien im Erwachsenenalter sind meistens symptomatisch. Ihnen liegt oft eine Verletzung des Gehirns zugrunde. Auch eine chronische Intoxikation durch Alkohol, Drogen oder Medikamente und die damit einhergehende Schädigung des Gehirns können Auslöser einer Epilepsie sein. Ab dem 65. Lebensjahr ist wiederum ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungen zu verzeichnen, dem wiederum symptomatische Epilepsien zugrunde liegen, ausgelöst z. B. durch einen Schlaganfall oder nach Verletzungen (Schädel-Hirn- Trauma, subdurales Hämatom) (vgl. Abbildung 1).

Äthiologisch unterscheidet man idiopathische (mit genetischer Grundlage), symptomatische (als Symptom einer Grunderkrankung) und kryptogene Epilepsien (ohne erkennbare Ursache).

Bei den Anfallsarten unterscheidet man grob in generalisierte und fokale Anfälle, je nachdem ob das gesamte Gehirn oder nur ein Teil betroffen ist (vgl. Abbildung 2). Insgesamt wird zwischen etwa dreißig Anfallsarten unterschieden.


Pharmakotherapie

Neben einigen operativen Verfahren, wie der Implantation eines Vagusnerv- Stimulators oder der Resektion von betroffenen Gehirnarealen, ist die Pharmakotherapie der Goldstandard in der Epilepsietherapie. Es stehen über 20 verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die jedoch zum Teil nur für sehr eng umschriebene Epilepsiesyndrome geeignet oder zugelassen sind und bei anderen Formen keine oder sogar paradoxe Wirkung entfalten. Auch das Auftreten bestimmter spezifischer Störwirkungen oder die Interaktion mit anderen Medikamenten engt die Auswahl des Medikaments stark ein. Die Auswahl sollte auch mit Blick auf mögliche Langzeitfolgen geschehen...

 

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Titel:
Therapieoptimierung durch telemedizinische Epilepsiedokumentation
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2009
Kontakt/Autor(en):Frank Heydenreich
dr.heydenreich GmbH
Gützkower Landstraße 11a
D-17489 Greifswald
Tel.: +49 (0) 38 34 / 88 98 10
Fax: +49 (0) 38 34 / 88 98 19
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www.drheydenreich.de

Jonathan Aaron Baudhuin
Norddeutsches Epilepsiezentrum
für Kinder
Henry-Dunant-Straße
D-24223 Raisdorf
Tel.: +49 (0) 43 07 / 90 92 06
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Thomas Peckmann
DESITIN Arzneimittel GmbH
Weg beim Jäger 214
D-22335 Hamburg
Tel.: +49 (0) 40 / 59 10 14 11
Fax: +49 (0) 40 / 59 10 14 00
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www.desitin.de
Seitenzahl:
4
Sonstiges:

6 Abb.

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