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.. ."Ein großes Problem im Bereich der Gesundheitsversorgung ist und bleibt das Management der Patientendaten. Die elektronische Vernetzung der Daten ist eine der großen Zukunftsherausforderungen der Gesundheitssysteme. 
 

Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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KV-SafeNet PDF E-Mail

Ein Netz voller Möglichkeiten

Kathrin Kronacher, Projektmanagerin der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns
Axel Munte, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns
Monika Günther, Senior Projektmanagerin der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns


Die elektronische Kommunikation und Dokumentation gewinnt in der Medizin zunehmend an Bedeutung. Zum Nutzen aller Beteiligten im Gesundheitswesen, insbesondere aber auch der Patienten ist die elektronische Vernetzung unter den Mitgliedern der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) voranzutreiben. Online- Kommunikation dient bspw. der Optimierung von Kommunikationsprozessen mit KVen oder Patienten. Online-Dokumentationen stellen einerseits die gestiegenen Qualitätsanforderungen an die Dokumentation medizinischer Leistungen sicher und ermöglichen andererseits niedergelassenen Vertragsärzten und ‑psychotherapeuten z. B. ein zeitnahes Feedback zur eigenen Leistung oder im Vergleich zu Kollegen. Beim Einsatz von Online-Kommunikation und Online-Dokumentation im Gesundheitswesen müssen strengste Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit erfüllt werden. Vor diesem Hintergrund wurde mit dem KV-SafeNet ein Sicherheitsstandard geschaffen, der den wirksamen Schutz von Patienten- und Behandlungsdaten bei der Übertragung und Verarbeitung gewährleistet.

Was ist KV-SafeNet?

Wichtigste Grundlage für den Austausch hochsensibler Daten ist eine möglichst einfache, aber dennoch sichere Technik, die den Schutz der Vertraulichkeit der Daten gewährleistet. Dabei gilt es, nicht nur die Übertragungssicherheit zu berücksichtigen, sondern zusätzlich und noch viel wichtiger den Schutz der Praxis vor unbefugten Zugriffen.

Das KV-SafeNet ist ein Netzwerk zur sicheren Anbindung sowohl von KV-Mitgliedern untereinander als auch zur jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die sichere und geschützte Verbindung wird durch die VPN-Technologie hergestellt, d. h. über ein so genanntes virtuelles privates Netzwerk. Das KV-SafeNet basiert auf Techniken und Protokollen des Internets, wird aber durch hochwertige Sicherheitsmechanismen vom öffentlichen Internetverkehr getrennt. Die Anbindung der Arztpraxis kann über DSL oder ISDN erfolgen und erfordert keinen Zweitrechner, d. h. der Rechner auf dem auch die Praxissoftware läuft, kann bedenkenlos mit einem KV-SafeNet Anschluss ausgestattet werden. Hierfür spricht sich auch die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) aus, die im Mai 2008 eine Empfehlung veröffentlicht haben, dass Praxisrechner, die Patientendaten verwalten, über gesicherte Anbindungen wie das KV-SafeNet ins Intra- bzw. Internet dürfen.

Historie des KV-SafeNet

Die KV Bayerns hat als erste KV im Jahr 2003 das KVB-Safenet für die Dokumentation im Bayerischen Mammographie- Screening und in den Disease Management Programmen (DMP) eingeführt. Die Erfüllung aller datenschutzrechtlichen Bestimmungen wurde der KV Bayerns vom Landesdatenschutzbeauftragten Bayerns bestätigt, der gemeinsam mit der KV Bayerns die Rahmenrichtlinie zum KVBSafenet erarbeitet hat. Diese Rahmenrichtlinie, in der u. a. die Anforderungen an die Sicherheit festgelegt sind, wurde im Jahr 2005 in die „KV-SafeNet Rahmenrichtlinie“ überführt, als die KVen Westfalen- Lippe und Nordrhein sich dem Anbindungskonzept KV-SafeNet angeschlossen hatten. Inzwischen wurde KV-SafeNet von nahezu allen KVen übernommen.

Zugang zum KV-SafeNet

Die KVen sind nicht selbst Betreiber der Datennetze im KV-SafeNet, sondern stellen ihre Online-Angebote (z. B. Online- Abrechnung in der KV Bayerns über das Mitgliederportal „Meine KVB“) über zertifizierte Anbieter zur Verfügung. Bevor ein Anbieter KV-SafeNet Anschlüsse vertreiben darf, muss er zunächst einen strengen Zertifizierungsprozess durchlaufen. Die Rahmenrichtlinie zum KV-SafeNet dient dabei als Grundlage für die Zertifizierung von Anbietern. Die Zertifizierung setzt keine bestimmte Technik voraus, es zählt ausschließlich die Einhaltung der geforderten Sicherheitskriterien. Dadurch lassen sich auch neue, kostengünstigere Lösungen kurzfristig anbieten. Alle interessierten Firmen haben dieselbe Chance, sich nach der Zertifizierung im KV-Safe- Net Geschäft zu etablieren. Eine Monopolbildung wird dadurch verhindert.

Um Zugang zum KV-Rechenzentrum zu haben, schließen die niedergelassenen Vertragsärzte und -psychotherapeuten einen Vertrag mit dem am besten auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehenden zertifizierten KV-SafeNet Anbieter ab. Die Konfiguration und Lieferung der technischen Ausstattung in die Praxis/Einrichtung übernehmen die KV-SafeNet Anbieter. Wird Unterstützung bei der Anbindung des KV-SafeNet Zugangsgerätes, der so genannten „Blackbox“ an den Praxis- PC bzw. das Praxisnetz benötigt, können sich KV-Mitglieder selbstverständlich auch an ihren Systembetreuer wenden. Mitglieder der KV Bayerns können zur Anbindung ihrer Praxis/Einrichtung an das KV-SafeNet unter neun zertifizierten Kooperationspartnern (Stand Juli 2008) wählen...

 

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Titel:
KV-SafeNet
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2009
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