Stimmen zum Telemedizinführer Deutschland

... "Der Telemedizinführer Deutschland hat sich zu einem festen Begriff entwickelt ... Das Standardwerk für Entscheidungsträger und Akteure in eHealth. Mein Respekt gilt den Autoren, Kompliment an den Herausgeber !" ...
 

Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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Vorwort des Herausgebers PDF E-Mail

Datenskandale und die zunehmende Angst der Bürger vor einem Überwachungsstaat sind eine schwere Hypothek für e-Health und Telemedizin. Tatsächlich kann man auch als Fachmann in diesem Gebiet die Gefahren und Risiken nicht bagatellisieren sondern muss die Sorgen der Beteiligten ernst nehmen.  Wenn von Ermittlungsbehörden oder vom Bundesminister des Inneren ein unbeschränkter Zugriff auf alle Datenbestände in Netzwerken gefordert wird, dann ist das nicht unbedingt mit dem vereinbar, was Bürger unter Vertrauensbildung und Datenschutz verstehen. Terrorabwehr genießt zu Recht eine hohe Akzeptanz. Aber die vorgelegte Studie des Schweizer Historikers Ganser zu Geheimstrukturen europäischer Staaten belegt eindrucksvoll, dass so mancher Terror auch inszeniert wurde. Daher ist die Frage berechtigt, ob der Datenschutz dem Kampf gegen den Terror geopfert werden muss.


Wenn wir also auch heute noch Dateninseln im Gesundheitswesen beklagen, sollten wir uns immer klarmachen, dass der mögliche sinnvolle Einsatz von Vernetzung auch immer ein Missbrauchspotenzial haben wird. Wo die Grenzziehung zwischen dem technisch Machbaren, dem organisatorisch Wünschenswerten und dem unter Risikogesichtspunkten betrachteten Verantwortbaren liegt, ist eine Abwägungssache. Wenn diese Abwägung eine Sache jedes einzelnen Bürgers bleibt und auch die ärztliche Ethik der Behandler einbezogen wird, ist der Ausgang dieser Abwägung derzeit für mich nicht vorhersehbar.

Das konsequente Auslesen und Nutzen aller Datenspuren im Internet durch die derzeitigen Marktführer macht auch mich als E-Health-Pionier zunehmend skeptisch. Aus meiner Sicht gilt es, die Chancen- Risiko-Abwägungen der vernetzten Welt ständig neu zu prüfen und den sicherheitstechnischen Anforderungskatalog für Telemedizin notfalls anzupassen.

Aufklärung und individuelle Mündigkeit ist gefragt, denn die Tücken der Technik liegen oft im Detail. Beispielhaft ist die Kommunikation und Aufklärungsarbeit rund um die Einführung der Gesundheitskarte bislang vollkommen unzureichend. Glücklicherweise gibt es telemedizinische Fortschritte in vielen anderen Bereichen, so dass die diesjährige Ausgabe wieder eine breite Auswahl höchst interessanter Artikel bietet.

Bei den Entwicklungen der unterschiedlichen elektronischen Akten und den internationalen Abstimmungen zur semantischen Interoperabilität der Systeme gibt es Fortschritte. Aber auch die praktische telemedizinische Unterstützung unterschiedlicher Diagnostik- und Behandlungsschritte, von der Anamnese über OP-Indikation und Überwachung bis zur Reha-Planung und epidemiologischen Auswertung, kommt erfreulich voran.

Auch in diesem Jahr gilt mein besonderer Dank wieder allen Fachautoren der Ausgabe 2009 des „Telemedizinführer Deutschland“ für Ihr Vertrauen und ihre kompetenten Beiträge. Ebenfalls bedanken möchte ich mich wieder bei allen Sponsoren und Werbekunden. Mein ganz besonderer Dank gilt unserem bewährten TMF-Team: Herrn Stefan Gude von der Minerva KG, Frau Andrea Trometer, Herrn Andreas Stoßberg sowie insbesondere Herrn Andreas Schollmayer. Ich wünsche Ihnen wiederum viel Spaß und Nutzen beim Studium der Ausgabe 2009 des „Telemedizinführer Deutschland“.

Ihr Dr. med. Achim Jäckel

Aufsichtsratsvorsitzender der Medizin Forum AG
Manager im Healthcare-Consulting
 
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